Europazentrum bleibt im Kreis Gütersloh | Dezember 2017

Europe Direct informiert Bürger zur EU

Kreis Gütersloh. „Erleichtert aufatmen“ heißt es für Leana Kammertöns, Leiterin des Europe Direct Informationszentrums im Kreis Gütersloh (EDIC). Denn bis zum 20. Dezember war unklar, ob das Zentrum auch 2018 weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh geöffnet würde. Grund dafür war die neue Förderperiode von 2018 bis 2020, für die sich das Zentrum gemeinsam mit weiteren 63 Interessierten in ganz Deutschland bewerben musste.
„Die Kommission hat sich dieses Mal mit der Rückmeldung viel Zeit gelassen“, so Kammertöns. „Wir wussten erst wenige Tage vorher, ob es im Januar weitergeht.“
Das Europazentrum wird zu etwa 50% aus Mitteln der Europäischen Kommission gefördert. Der Rest wird von der pro Wirtschaft GT als Trägerin des EDIC finanziert.
„Wir sind sehr froh, dass das Europe Direct im Kreis Gütersloh bestehen bleibt. Die Arbeit von Frau Kammertöns und ihren Kolleginnen in den vergangenen neun Jahren ist sehr wichtig für die europapolitische Bildung in unserer Region“, äußerte sich Landrat Sven-Georg Adenauer. Denn das Europazentrum wird vor allem von den Schulen für die Gestaltung des Europa-Unterrichts oder von den verschiedenen Partnerschaftsvereinen des Kreises kontaktiert. Dabei umfasst das Repertoire des Zentrums auch viele Angebote für Bürgerinnen und Bürger, wie Informationsmaterialien rund um die EU, Beratung zu europäischen Fördermitteln oder Studieren im Ausland, verschiedene Veranstaltungen und Diskussionen rund um die Europa-Politik und vieles mehr. 
Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT, zeigt sich ebenfalls erleichtert. „Das Europa-Zentrum ist ein fester Bestandteil in unserer Aufgabe als Wirtschaftsförderung“, erläutert er. „Eine Region mit so vielen Global Playern wie der Kreis Gütersloh braucht den direkten Draht zur EU. Und der ist durch das EDIC gegeben.“ Denn das Zentrum unterstützt Unternehmen bei der Suche nach passenden Ansprechpartnern auf der europäischen Ebene und lädt regelmäßig zu Veranstaltungen für Unternehmen ein. Dazu gehört beispielsweise am 23. Januar ein Vortrag zum neuen EU-Datenschutz. „Wir haben sehr positiv geplant, dass das EDIC auch 2018 weiter fortbestehen wird. Ansonsten wären uns viele spannende Projekte im nächsten Jahr nicht möglich. So die Europa-Woche im Mai“, erläutert Kammertöns. Bis zum Jahresende heißt es im Büro des Europa-Zentrums nun Kisten packen und die neue Laufzeit planen. „Das Besucherzentrum in der Lobby des Kreishauses wird geschlossen und das EDIC bekommt ein Büro in den Räumen der proWi. So können wir Synergieeffekte nutzen und die Unterhaltskosten des Besucherzentrums investieren wir in ein besseres Veranstaltungsangebot“, so Pförtner.