Schnitzel und Schalke | Februar 2017

Neujahrsfrühstück der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh

Der Referent zog an: Über 60 Mitglieder der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh e.V. trafen sich am 27. Januar 2017 zum jährlichen Neujahrsfrühstück des Vereins, um Clemens Tönnies als Redner zu erleben. Im Lind am See in Rietberg zeigte der Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzender von Schalke 04 – auch ohne Gesangseinlage – seine Entertainer-Qualitäten.
Als Miteigentümer der Tönnies Holding GmbH findet er klare Worte gegen die Stigmatisierung der Fleischindustrie. Er stellte die Tönnies Forschung vor, die sich unter anderem für die Verbesserung des Tierwohls einsetzt. Außerdem berichtete er, wie sich das Unternehmen mit einer Betriebskita, der Tönnies Arena und einem eigenen Fitnessstudio um die Belange seiner Mitarbeiter kümmert. Mit einem Einblick in die Unternehmensgeschichte zeigte Tönnies, dass dieses Geschäft ihm genauso am Herzen liegt, wie seine andere Leidenschaft – Schalke.

Fußball und Weltpolitik

„Schalke ist der geilster Club der Welt“, ist Tönnies überzeugt, der jetzt schon im 16. Jahr  Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins ist. Man arbeite nicht nur daran, „diese Schmach zu beenden, dass Dortmund größer ist“, sondern sei sich auch der Verantwortung der Spieler gegenüber bewusst. Darum investiere Schalke erstens weiterhin in die Nachwuchsausbildung, zweitens gibt es mit der Schalke Sportakademie für Spieler und ehemalige Spieler die Möglichkeit, sich zum Sportmanager ausbilden zu lassen.

Volker Ervens, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative, fragte Tönnies auch nach seiner Einschätzung zur weltpolitischen Lage. Und auch hier bezog der Unternehmer eine klare Position: „Trumps Versuch, die Globalisierung aufzuhalten, wird ihm schaden.“ Außerdem müsse es in Zukunft wieder bilaterale Gespräche mit Russland und auch mit der Türkei geben. Zum Schluss ging es dann aber doch noch einmal um Fußball. Tönnies‘ Prognose, wer Deutscher Meister wird: „Bayern München!“